austropack Ausgabe 1 | 2019

28 1|2019 INTERNE LOGIST IK E-Commerce: Herausforderung und Chance Wie sich der Onlineboom auf die Intralogistik auswirkt Digitale Shopping-Touren mit dem Smartphone oder dem Tablet gehören längst zum Alltagsleben dazu. Neue und einfache Bezahlsysteme erlauben Käufern dabei einen immer schnelleren und sicheren Einkauf. Und vor allem kann man immer und überall einkaufen. Neben Preis und Vielfalt der Produkte entscheidet dabei für viele in erster Linie der Service, wo gekauft wird. Für den Großteil der Online-Shopper gilt zum Beispiel die kostenlose und unkomplizierte Retourenabwicklung als selbstverständlich. Für Unternehmen und dessen Intralogistik bedeutet diese jedoch erheblichen Aufwand und Kosten. U m der steigen- den Anzahl von Bestellungen und Retou- ren gerecht zu werden, benötigen die Ver- sandhändler innovative Logistikkonzepte, mit denen sie ihren Warenfluss noch effizi- enter steuern können“, so Rainer Schulz, Geschäftsführer der sysmat GmbH. Für Unternehmen stehen Warenrück- sendungen ganzjährig auf dem Pro- gramm. Vor allem die Nachweihnachts- zeit zählt zur Rekord-Retourenzeit. Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl der Onlinebe- stellungen und somit auch die der Rück- sendungen. 1 Denn nicht alles, was der Kunde bestellt, kauft er auch. Die Folge: Je mehr Geschenke der Kunde online or- dert, umso mehr Pakete schickt er auch wieder zurück. Entstandene Zeitverluste gleichen nur kürzere Durchlaufzeiten im Lager zwischen Auftragseingang und Auslieferung aus. Zunehmend gilt auch Same-Day Delivery im elektronischen Handel als unverzichtbar. „Prozesse im Lager müssen sich daher beispielswei- se durch paralleles Arbeiten beschleu- nigen. Verkürzte Abläufe und automati- sche Kommissioniersysteme erreichen somit einen Zeitgewinn für Unterneh- men“, erklärt Schulz. Die Wünsche des Kunden erfordern also innovative Lösungen im Lager. Mittlerweile bedeu- tet dies für die Intralogistik: immer leis- tungsstärkere Anlagen ohne Betriebs- störungen oder Stillstände. Deshalb gilt es, Überschuss und Fehlermeldungen entsprechend zu organisieren. Materialflussrechner-Software ermöglicht Fehlererkennung Durchlaufzeit und absolut fehlerfreies Arbeiten bedeuten einen klaren Konkur- renzvorteil. Für kommerziellen Erfolg ist deshalb eine effiziente Retourenlogistik in vielen Lagern essenziell. Unter an- derem muss sich ein Unternehmen auf extrem steile Leistungsspitzen, wie bei- spielsweise am Black Friday, einstellen, die sowohl Lagersysteme als auch den gesamten Lagerbetrieb vor eine große Herausforderung stellen. Bei der Ein- führung von neuen Programmen wie dem grafischen Materialflussrechner matCONTROL graphics von sysmat in �������������������������������������������������������������������������������������������������� bereits eingespielte Abläufe kommt es darauf an, Aufgabenbereiche genau zu definieren. Beispielsweise nutzen Unter- nehmen die bereits vorhandenen Enter- prise-Ressource- Planning (ERP)-Systeme und Warehouse-Management-Systeme (WMS) für die Verwaltung, die Software hingegen übernimmt die Anlagensteue- rung und stellt wichtige Zusatzfunktionen für die Optimierung des Materialflusses bereit. „Stehen ERP und WMS schon zur Verfügung, existiert eine Basis, um die Maschinen effektiv miteinander zu ver- binden. Aus mehreren Anlagen entsteht also eine“, erklärt Schulz. Durch die nun mögliche Visualisierung der Prozesse auf einer grafischen Oberfläche erkennen An- wender außerdem Fehler in der Produk- tionskette und Verbesserungspotenziale. Unternehmen bleiben auf diese Weise wettbewerbsfähig, sparen Kosten ein und optimieren somit ihren gesamten Lagerbetrieb. Zudem profitieren sie noch mehr vom E-Commerce. 1 http://einzelhandel.de/images/presse/Studie_ Trends_Handel_2025.pdf „ Rainer Schulz Geschäftsführer der sysmat GmbH Foto: sysmat

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