austropack Ausgabe 2019 | 03

14 3|2019 Lebensmittel nachhaltig schützen Wie optimierte Verpackungen Müll reduzieren können U m dem Klimawandel entgegenzuwir- ken, wird es eine Reihe an Maßnahmen geben müssen. Auf unterschiedlichen Ebenen wird ein Umdenken notwendig sein. Ein Bereich, der seit Längerem diskutiert wird, ist jener der Lebensmittelverpackung. Kritisiert wird, wie viel Verpackungs- material man bei jedem Einkauf mit nachhause nimmt, das dann nur im Müll landet. Was bei diesen Darstellungen oft ausgelassen wird, ist die Funktion, die die Verpackung hat, bevor man sie entsorgt. Sie schützt das Produkt, sorgt dafür, dass es heil beim Konsumenten ankommt und bei richtiger La- gerung über einen längeren Zeitraum genießbar bleibt. Sowohl beim Transport, als auch bei der Lagerung verhindert die Ver- packung Beschädigungen des Füllgutes, und wirkt so frühzei- tigem Verderb entgegen. Liegt die Ware dann im Supermarkt, spielt der Druck- und Berührungsschutz eine große Rolle. Ge- rade im Lebensmittelbereich sind für viele Anwendungsfälle Verpackungen nicht wegzudenken, tragen sie doch dazu bei, dass Waren deutlich länger genießbar bleiben beziehungs- weise die Qualität möglichst lange erhalten bleibt – wodurch weniger (Lebensmittel-)Müll entsteht. Statt Verpackungen, Le- bensmittel zu entsorgen, ist nämlich nicht die Alternative, die wir uns wünschen. Dennoch sollte das Ziel sein, Verpackungen nur dort einzusetzen wo sie wirklich einen Mehrwert und eine Notwendigkeit darstellen und hinsichtlich Materialauswahl und Materialeinsatz optimiert sind. CO 2 -Bilanz beeinflussen Wie alle Produkte hinterlassen auch Lebensmittel einen CO 2 - Auf Verpackungen zu verzichten, bedeutet nicht automatisch weniger Müll zu produzieren. Werden Lebensmittel nicht ausreichend geschützt, wird ein frühzeitiger Verderb begünstigt. Dann landen Eier, Gemüse und Co im Mistkübel, statt auf dem Teller. Wie nachhaltig Verpackungslösungen sein könn(t)en und wo es noch Optimierungspotenzial gibt, erforscht aktuell das vom FFG geförderte Branchenprojekt „STOP Waste – SAVE Food“. LEBENSMI TTEL �������������������������������������������������������������� Ing. Michael Krainz untersucht er die Wechselwirkungen zwischen Verpackung und Füllgut sowie die Permeation von Packstoffen am OFI. michael.krainz@ofi.at www.ofi.at M I CHA E L KR A I NZ

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