austropack Ausgabe 2019 | 03

18 3|2019  LEBENSMI TTEL Die Lebensmittelverpackung von morgen N achhaltigkeit wird in der Verpackungsindustrie in den nächsten Jahrzehnten das bestimmen- de Thema sein, wir wissen aber jetzt noch nicht, welche Systeme sich durch- setzen werden. „Die Verpackungsindus- trie wird von einer Reihe unterschied- licher Trends beeinflusst, die zum Teil im Widerspruch zu einander stehen. Eine besondere Rolle wird dabei der Einsatz neuer Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette spielen, die völlig neue Anwendungsgebiete von Verpackungen erlauben werden“, sagte Alexander Schauberger, Marketing & Innovation Manager bei Greiner Packa- ging. Er betonte auch, dass die Konsu- menten immer höhere Nachhaltigkeits- ansprüche an die Verpackung stellen. Megatrend Nachhaltigkeit „Es ist wichtig, Verpackungen so zu gestalten, dass sie rezykliert werden Welche Verpackungslösung verlangt der Lebensmittelmarkt von morgen? Dieser Frage gingen Experten beim Tag der oö. Lebensmittel „Upper Food 2019“ in der Wirtschaftskammer Oberösterreich in Linz nach. Auf welche Trends Verpackungshersteller, der Handel und der Endkunde in der Lebensmittelbranche vorbereitet sein müssen, erfuhren die Teilnehmer von Referenten aus Wirtschaft und Forschung. Mehr als 100 Vertreter der heimischen Lebensmittelbranche waren der Einladung des Lebensmittel-Clusters der oö. Standortagentur Business Upper Austria gefolgt. �������������������������������������������������������������������������������������������������������� können. Es genügt aber nicht, sich auf die Rezyklierfähigkeit zu konzentrieren, die Umweltauswirkungen müssen über den gesamten Lebenszyklus hinweg betrachtet werden“, betonte Manfred Tacker, Studiengangsleiter für Nach- haltiges Ressourcenmanagement am FH Campus Wien. Er räumte aber auch ein, dass es für viele Problemstellungen noch keine gute Lösung gibt. Recycling muss wirtschaftlich interessant werden Dahinter stecken auch die Ziele der EU, eine umfassende Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Recycling muss daher zu einem lohnenden Geschäft werden. Kunststoffabfälle sollen eingedämmt und die Vermüllung der Meere aufgehal- ten werden. Dazu gilt es, Investitionen und Innovationen zu mobilisieren und schließlich den Wandel in der ganzen Welt zu bewirken. „Die Kreislaufwirt- schaft stellt völlig neue Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Verpackun- gen, Rezyklierbarkeit und niedriger öko- logischer Fußabdruck werden zur neuen Norm“, sagte Tacker. Gewicht reduzieren Die österreichische Bundesregierung fordert zum Beispiel eine Reduktion des Gewichtes von Kunststoffverpackungen um 20 bis 25 Prozent bis 2025. „Die Verpackung der Zukunft muss sich in diesem Rahmen präsentieren, innovati- ve Lösungen sind gefragt – und müssen für viele Anwendungen erst entwickelt werden“, betonte Tacker Zahlreiche Faktoren beeinflussen den Wandel Die Verpackungsindustrie erfährt mo- mentan einen großen Wandel, der For- schung & Entwicklung, Produktion und

RkJQdWJsaXNoZXIy MjY5MzI=