GASTWIRT Ausgabe 2018|01

Gastwirt 2018 / 01 Sind Sie einer von den Gastronomen, die es geradezu genießen, durch den Großmarkt zu schlendern, den frischen Fisch mit den eigenen Sinnen zu inspizieren und sich von bunten Aktionstaferln für die Tageskarte inspirieren zu lassen? Oder gehören Sie zu denen, die mit Wagerl schieben nix mehr amHut haben: simpel, möglichst bequem und vor allem schnell muss der Einkauf ablaufen? Noch kauft die Mehrheit der österreichischen Gastronomen persönlich imAbholmarkt ein – aber der Trend geht klar und unaufhaltsam in Richtung online. Der GASTWIRT hat die – teilweise brandneuen –Webshops von Kröswang , Kastner und Transgourmet unter die Lupe genommen. ImHerbst folgt Teil zwei – denn eifrig am Programmieren sind derzeit ( fast) alle Großhändler! Text: Elisabeth Waxmund Ich shopp‘ mich web …! B U S I N E S S Einfach, schnell – und damit günstig: Was wir seit Jahren von Amazon oder Zalando kennen, ist nun endlich auch in der Gastronomie state of the art. Einkauf ist digital, Web- shops sind die bequeme Lösung, ein Lager zu füllen und die Küche mit frischen Zutaten zu beglücken. Und wie be- liebt B2B-Webshops in der Österreichischen Gastronomie mittlerweile sind, beweisen die Zahlen der Großhandels- anbieter: Seit einiger Zeit stagnieren die Umsätze durch Abholung, die Zustellung wird hingegen immer beliebter – und mit ihr die vorgelagerte Bestellung über einen Web- shop. So geben etwa Kastner und Transgourmet an, bereits rund 30 Prozent ihrer Umsätze über den Webshop zu gene- rieren. Tendenz klar steigend! Die Gründe dafür liegen auf der Hand: „Rund um die Uhr können unsere Kunden Ihre Bestellungen machen; niemand ist mehr an Geschäftsöffnungszeiten gebunden! Für den Gas- tronomen ein enormer Vorteil – er möchte seine Zeit doch lieber mit den Gästen verbringen, als im Abholmarkt“, erklärt Julia Ferrari, die für das Online-Marketing bei Transgourmet zuständig ist. Manfred Kröswang pflichtet ihr bei: „Schnell und einfach: Jeder, der zumindest einmal vor einem Compu- ter gesessen ist, schafft es, über einen Webshop zu bestellen. Und bei geübten Kunden dauert sogar eine große Bestellung nur wenige Minuten!“ Die Essenz zum Glück Warum es so viel schneller geht, im Webshop einzukaufen? Abgesehen davon, dass der Anfahrtsweg wegfällt und Sie we- der einen Parkplatz noch eine Münze für Ihr Wagerl suchen müssen, liegt das Geheimnis in der Standardisierung der Ein- kaufslisten. „Der Gastronom benötigt immer wieder diesel- ben Produkte, die er nicht mehr aussucht, sondern im Prinzip nur in regelmäßigen Intervallen nachbestellt“, erklärt Maximi- lian Reiter, Assistent der Kastner Geschäftsführung. Statt also physisch durch den Großmarkt zu navigieren – von der Fischtheke zum Fleisch, dann rüber zum Gemüse, um dann letztlich bei den Non-Food-Produkten zu landen – legen Sie sich imWebshop ihre optimalen virtuellen Routen an, die Sie nach Wunsch benennen: „Basisliste Wochenbe- darf “ beispielsweise oder „Sonntagsbrunch“ oder „BBQ“. -

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