UmweltJournal Ausgabe 2019 | 03

Mai 2019/ UmweltJournal 13 R EC YCL I NG | ENTSORGUNG Ideale Kombination: Crambo und Multistar One Teamarbeit: Ein mobiler Zerkleinerer – eine Siebmaschine Was ist die beste und effizienteste Variante hinsichtlich Durchsatz, Energieverbrauch und Korngrößenverteilung in der Biomasse- und Altholzzerkleinerung? Die Antwort: Zwei Maschinen gemeinsam. B ei Biomasse und Altholz kommt es auf eine gezielte und effektive Aufberei- tungstechnik an, um bei unter- schiedlichen Ausgangsmateriali- en das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Komptech hat sich mit Blick auf die Produktqualität und die Aufbereitungskosten intensiv mit unterschiedlichen Aufberei- tungsverfahren beschäftigt. In den Versuchen mit schnell und langsam laufenden Zerkleinerern wurden der Durchsatz, der Ener- gieverbrauch derMaschinen und die Korngrößenverteilung durch eine nachfolgende Siebung er- mittelt. Zur Abschätzung der Be- triebskosten wurde eine einstufi- geAufbereitungmit Schnell- und Langsamläufereinerzweistufigen Variante mit Langsamläufer und SiebmaschinezurÜberkornrück- führung gegenübergestellt. Die zweistufige Variante mit einem Sieb zur Rückführung der Überlängen in die Zerkleinerung hatsich,unterBeachtungverschie- dener Voraussetzungen, als die wirtschaftlichereLösungerwiesen. Ganz wichtig in diesen Zusam- menhang ist natürlich auch eine gewisse „Unempfindlichkeit“ des Langsamläufers gegenüber metal- lischen Störstoffen, wie sie gerade imAltholz häufiger vorkommen. Effektive Maschinenkombination Mit dem Sternsieb Multistar One lässt sich die Biomasse- und Altholzaufbereitung wohl am ef- fektivsten lösen. Das Abtrennen einer definierten Nutzfraktion bei gleichzeitiger Rückführung derÜberlängen indenZerkleine- rer ist ihre Aufgabe: Ausgerüstet mit einem Aufgabebunker zur exakten Materialübergabe auf das großdimensionierte Sieb- deck, einemAbwurfbandmit vier Metern Abgabehöhe und einem Rückführband mit 220 Grad Schwenkradius meistert die One eine Durchsatzleistung von bis zu 200 Kubikmetern pro Stunde. Die Zerkleinerungsarbeit er- ledigt ein der Multistar One vor- geschalteter Crambo. Im groß dimensionierten Zerkleinerungs- raum sorgen zwei 2.820Millime- ter lange, gegenläufige Walzen mitSchneidwerkzeugenfüreinen aktiven Einzug. Von sperrigem Ast- und Strauchschnitt über Wurzelstöcke jeglicher Größe bis hin zu Altholz durchsetzt mit Störstoffen – alles wird auf eine definierteKorngröße zerkleinert. Bei einer solchen Maschinen- kombination darf man auch die Flexibilität nicht vergessen, die sich aus einem mobilen Zerklei- nerer und der Siebmaschine er- gibt.DieSiebmaschine kannzum Beispiel auch als Solomaschine eingesetzt werden, um noch gezielter schon vorgebrochene Materialien in die gewünschten Korngrößen aufzutrennen. Machen Sie Abfall zu Wertstoff – mit HSM! HSM Ballenpressen sind immer Spezialisten, wenn es darum geht, Abfallmaterialien zu verdichten. Egal welches Material Sie verarbei- ten müssen, welche Volumina und örtlichen Gegebenheiten Sie haben – bei HSM finden Sie das geeignete Produkt „Made in Germany“. www.hsm.eu · info@hsm.eu G E R M A N Y M A D E I N Kreislaufwirtschaft: GuteAbsicht – falscher Begriff Ing. Walter Kletzmayr Recycling E gal welche Umwelt-, Abfall- oder Recycling-Medien man konsumiert – dem Begriff Kreislaufwirtschaft entkommt man nicht mehr, seit von der EU das Kreislaufwirt- schaftspaket verabschiedet wurde. Kreislaufwirtschaft klingt auch toll, wer sollte das nicht wollen? Doch der Teufel steckt oft im Detail. Bevor ich darauf näher eingehe, möchte ich Ihnen versichern, dass ich mich mit Leib und Seele dem Recycling verschrieben habe, und nun seit über 30 Jahren vor allem die Verwertung von Schrott und Altmetallen vorantreibe. In unserer Branche wissen wir, wie wichtig es ist, Begriffe festzulegen und juristisch zu definieren. Ich darf erinnern, dass eine EU-Richtlinie für Altfahrzeuge erlassen wurde, und die Begriffe „Altfahrzeug“ und „Verwertung“ darin nicht definiert waren, was zu einem Chaos in den Mitgliedsländern geführt hat. Was ich damit sagen will: Wir haben nun ein Kreislaufwirtschaftsgesetz, das einen Begriff verwendet, der aus wissenschaftlicher Sicht ganz eindeutig falsch ist. Einerseits steht er im Gegensatz zu den Naturgesetzen selbst, denn das 2. thermodynamische Grund- prinzip, auch Entropie genannt spricht dagegen: Man kann aus einer Eierspeise nicht wieder ein rohes Ei machen. Andererseits ist durch das dramatische Wachstum der Weltbevölkerung ein Wachstum der Nachfrage an Nahrung, Energie und Ressourcen die logische Schlussfolgerung. Unabhängig von diesem Wissen reicht aber auch die einfache Beobachtung der Natur um festzu- stellen: Es gibt keine Kreisläufe. Der von Walt Disney geprägte Begriff vom „Kreislauf des Lebens“ ist zwar sehr tröstlich, aber an Romantik kaum zu überbieten. Für uns ist der Kreislauf des Lebens mit unserem Tod beendet und kann empirisch nie er- fahren werden. Kreislauf ist ein Gedankenkonstrukt, nirgendwo in der Natur gibt es Kreisläufe, sondern sehr komplexe, stets veränderliche und vernetzte Bewegungsmuster, die Spiralstruk- turen haben, von der DNA bis zur Galaxie. Und es gibt keine Wiederholungen, alles ist einzigartig, vom Fingerabdruck bis zu den Schneeflocken, von denen es selbst bei dieser Vielzahl keine zwei gibt, die sich gleichen! Aber zurück zum Recycling. Warum finde ich diesen Begriff viel passender? Weil ein Zyklus etwas vollkommen anderes ist und Neues impliziert. Dazu das älteste Dokument, das Recycling in diesem Sinn beschreibt: Schon zu Beginn der Eisenzeit, vor etwa 2.600 Jahren, heißt es in einem Text des Jesaja aus dem Alten Testament: „Da werden sie ihre Schwer- ter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen“. Gerade aber die Metalle, die ja im Ruf stehen zu 100 Pro- zent recycelt werden zu können, sind ein Beispiel der Unmög- lichkeit der Kreislaufschließung. Es kann nur recycelt werden, was erfasst werden kann. Viel geht verloren, wie unzählige Beispiele belegen; von der Titanic bis zu den Weltraum-Sa- telliten, vom Feuerwerk über das Thermit-Schweißen bis hin zum Abrieb von Bremsscheiben oder Eisenbahnschienen. Etwa ein Fünftel der Weltrohstahlproduktion wird allein benötigt, um eben diese Abriebe oder Rostfraß zu ersetzen, ein weiteres Fünftel, um das Wachstum zu decken. In Anlehnung an die Aussage einer Ministerinmöchte ich Euch daher abschließend zurufen: „Die Kreislaufwirtschaft schafft die Kreisläufe –merkt´s Euch das endlich!“ Ing. Walter Kletzmayr KLEWAUmwelttechnikGmbH walter@klewa.co.at Strautmann Umwelttechnik GmbH: Entsorgungskosten mit Restmüllpressen reduzieren Mit dem Einsatz von Strautmann-Pressen wird das Volumen von verwendeten Abfall-Behältnissen optimal ausgeschöpft. Der Entsorgungsaufwand wird auf ein Minimum reduziert und besonders Mitarbeiter schätzen den Einsatz der Pressen. W er kennt diesen An- blick nicht? Müllton- nen und Rollcontai- ner sind komplett überfüllt und manuelles Nachdrücken scheint vergeblich. Genau für diesen Einsatzbereich sind die Rest- müllpressen von Strautmann prädestiniert. Ob in der Gastro- nomie, Hotellerie imAirline Ca- tering oder in öffentlichen Ein- richtungen wie Krankenhäusern und Schulen, das Einsatzgebiet der Strautmann Restmüllpres- sen ist groß. Mit der MT 240, RC 660/770 und RC 1100 wer- den Entsorgungsbehälter mit einem Fassungsvermögen von 240 bis 1.100 Liter verdichtet. Ergonomische Bedienung und Entsorgungskosten sparen Eine wirtschaftliche und vor al- lem für die Mitarbeiter ergono- mische Entsorgung ist dabei ge- fragter denn je. Die Bedienung der Pressen ist bequem und einfach. Der Behälter (Müll- tonne/Rollcontainer) wird in sekundenschnelle in die Stahl- konstruktion der Presse gestellt und mit Kartonage oder Folie befüllt. Wenn der Behälter voll ist, wird mittels ergonomischer Zwei-Hand Bedienung das Ma- terial im Behälter verdichtet. Das Volumen des Materials wird um bis zu 75 Prozent redu- ziert. Zeit- und kraftaufwendi- ges Nachdrücken ist jetzt nicht mehr notwendig. Die Konst- ruktion der beiden Restmüll- pressen ermöglicht außerdem die Wertstoffe in den Behältern zu verdichten, ohne Druck auf die Räder auszuüben. Eine lange Lebensdauer der Entsorgungs- behälter ist somit gegeben. Mit demEinsatz derMTund RC wird das Volumen der Ent- sorgungsbehälter somit optimal ausgeschöpft. Aufgrund der hohen Verdichtung der Wert- stoffe sinkt das Abholintervall und Transportwege werden eingespart. Mit dem Einsatz der Mit dem Crambo lassen sich von sperrigem Ast- und Strauchschnitt über Wurzel- stöcke bis hin zu Altholz alle Stoffgruppen zerkleinern. Mit der Multistar One lassen sich Altholz und Biomasse noch effektiver aufbereiten. Über- längen werden in den Crambo zurückgeführt. Fotos: Komptech 1: Überfüllte Entsorgungsbehälter | 2: Strautmann RC 1100 | 3: Strautmann MT 240 | 4: Bedienung der Strautmann MT 240 | 5: Bedienung der RC 660/770, RC 1100 Strautmann Pressen gehören überfüllteMülltonnen und Roll- container somit der Geschichte an. Die Entsorgungskosten mi- nimieren sich und es herrscht Ordnung und Sauberkeit. 1 2 3 4 5 Strautmann Umwelttechnik GmbH

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