UmweltJournal Ausgabe 2019 | 03

15 Mai 2019/ UmweltJournal EFB -BVTVergleich Quelle:Amtsblattder EuropäischenUnion: L208/38 vom17.8.2018 Durchführungsbeschluss (EU) 2018/1147der Kommissionvom10. August2018 Verein zur Verleihungdes Zertifikates einesEntsorgungsfachbetriebes Allgemeine Umweltleistungen: BVT 1 EFB EFB plus Besonderes Engagement der Führungskräfte, auch auf leitender Ebene Festlegung einer Umweltstrategie seitens der Führungskräfte, die eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung der Anlage Planung und Umsetzung der erforderlichen Verfahren, Ziele und Vorgaben einschließlich finanzieller Planung und Investitionen Durchführung von Verfahren unter besonderer Berücksichtigung folgender Punkt: Struktur und Zuständigkeiten Arbeitskräfteanwerbung, Schulung, Bewusstsein und Kompetenz Kommunikation Einbeziehung der Arbeitnehmer indirekt Dokumentation effiziente Prozesssteuerung Instandhaltungsprogramme Bereitschaftsplanung und Maßnahmen für Notfallsituationen Gewährleistung der Einhaltung von Umweltschutzvorschriften Leistungskontrolle und korrekturmaßnahmen unter besonderer Berücksichtigung folgender Punkte: Überwachung und Messung (siehe auch Referenzbericht der GFS über die Überwachung der Emissionen aus IED-Anlagen in die Luft und in Gewässer (ergebnisorientiertes Monitoring) Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen Führen von Aufzeichnungen unabhängige (soweit machbar) interne und externe Prüfung, um festzustellen, ob mit dem UMS die vorgesehenen Regelungen eingehalten werden und ob es ordnungsgemäß eingeführt und Überprüfung des UMS und seiner anhaltenden Eignung, Angemessenheit und Wirksamkeit durch leitende Führungskräfte Kontinuierliche Entwicklung unweltverträglicher Technologien Berücksichtigung der Umweltauswirkungen einer späteren Stilllegung der Anlage schon bei der Konzeption einer neuen Anlage und währen der gesamten Nutzungsdauer Regelmäßige Durchführung von Benchmarkings auf Branchenebene Abfallstrommanagement (BVT 2) Eine Liste der Abwasser- und Abgasströme und ihrer Merkmale (BVT 3) Reststoffmanagementplan (Abschnitt 6.5) Risiko- und Sicherheitsmanagementplan (Abschnitt 6.5) Geruchsmanagementplan (BVT 12) Managementplan für Lärm und Erschütterungen (BVT 17) RAEF § 7 (nur wenn in Bescheidauflagen gefordert / Anforderungen gem. BVT können höher sein!) RAEF § 7 (nur wenn in Bescheidauflagen gefordert / Anforderungen gem. BVT können höher sein!) Die BVT zur Verbesserung der allg. Umweltleistungen besteht in der Einführung und Anwendung eines UMS, das alle folgenden Merkmale aufweist: RAEF § 5 RAEF §7 RAEF § 5 jährliche Bestätigung & Unterzeichnung der Prüfliste RAEF § 7 RAEF § 3 RAEF § 3 RAEF § 7 (Bescheidauflagen / Anforderungen gem. BVT können höher sein!) indirekt RAEF § 5 RAEF §6, Dok. 2.13 oberste Leitung muss EFB Prüfliste freigeben und diese mit Unterschrift bestätigen RAEF § 7 (Bescheidauflagen / Anforderungen gem. BVT können höher sein!) RAEF §7 RAEF §7 & §3 Nr. 5 RAEF §3 Nr. 2, 3a, 4 RAEF §9 §10 §11 RAEF § 5 RAEF § 5 20 Jahre V.EFB Jubiläumsfeier Am 11. November 2019 steigt die große Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen des V.EFB (Verein zur Verleihung des Zertifikates eines Entsorgungsfachbetriebes). Ort der Veranstaltung ist das Haus der Industrie amWiener Schwarzenbergplatz 4 (1030). Wir freuen uns auf Ihr Kommen! R EC YCL I NG | ENTSORGUNG Advertorial Entsorgungsfachbetriebe (EFB) profitieren durch neue Verwaltungsvereinfachungen und durch die ab 1. Mai 2019 gültige Regelwerksreform. Ein EFB oder EFB+ Zertifikat hilft nicht nur die Qualität im eigenen Unternehmen sicherzustellen, sondern auch bei formellen und behördlichen Herausforderungen. So ergeben sich etwa Vollzugserleichterungen für zertifizierte Betriebe, wie zum Beispiel der Entfall der Verpflichtung zur Eigenüberwachung gem. §82b GewO für EFB+ Betriebe. Ebenso sind Betreiber von IPPC Anlagen verpflichtet ein Umweltmanagementsystem anzuwenden. Das EFB Zertifikat ist ein anerkanntes Umweltmanagementsystem und deckt die Anforderungen der beiden allgemeinen Teile bis auf einige wenige Spezifikationen ab. Durch die Reform des V.EFB Regelwerks wird die Umsetzung weiter vereinfacht und an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Regelwerksreform Im Zuge der Regelwerksreform wurden für die zertifizierten Entsorgungsfachbetriebe weitere Vereinfa- chungen eingeführt. Das RAEF Gremium, welches die neue Reform ausgearbeitet hat, besteht aus einer Expertenrundemit Vertretern aus demFachbeirat, Vorstand undGutachtern. Mit diesemTeaman Fach- leuten wurde bis Ende des Jahres 2018 am Feinschliff der Reform gearbeitet. Besonderes Augenmerkwurde bei der Überarbeitung auf dieAnforderungen anMengenströme, denVer- sicherungsschutz und die Prüfliste gelegt. Die speziell für dieAbfallwirtschaftsbranche entwickelte Prüfliste ist Grundlage zurUmsetzung imBetrieb und für die Überprüfung durch den Gutachter. Durch die Überarbeitung wurde die Anwendung durch branchenspezifische Erweiterungen weiter vereinfacht. Die Überprüfung der Abfallströme ist dabei ein zentraler Punkt der Zertifizierung zum Entsorgungs- fachbetrieb und dient dazu einen detaillierten Einblick in die täglichen Abfallbewegungen eines Entsorgungsunternehmens zu gewinnen und deren Nachvollziehbarkeit zu verifizieren. Das Haupt- augenmerk liegt zukünftig auf einen Rechtskonformitätscheck, der Ein- und Ausgangsmengen sowie der Lagerstände des Betriebes, mit der Jahres-Abfallbilanz im Zentralen Anlagenregister (ZAReg). Um dem Fachbeirat einen guten Überblick über die Stoffströme zu gewähren wird eine graphische Mengenstromdarstellung gefordert. Die konkreten Anforderungen wurden in einem eigenen Doku- ment zusammengefasst. Eine Abgabe im E-Bilanzen Format ist zulässig. In derÜbergangsfrist von drei Jahrenwird evaluiert, ob eventuelle nachträglicheAnpassungen notwendig sind. In Anbetracht der Tatsache, dass sich die Branche zu einer Kreislaufwirtschaft entwickelt hat und ver- mehrt Brände durch die Aufbereitung von Abfällen auf den Geländen von Entsorgungsbetrieben auf- treten, wurde gemeinsammit Versicherungsexperten an einer sicheren Lösung mit Mehrwert für unsere Entsorgungsfachbetrieben gearbeitet. Das Risiko ist größer geworden, die Schadensfälle häufen sich und so kam das Expertengremium zu dem Schluss, dass in bestimmten Fällen Betriebsunterbrechungsversicherungen bzw. gleichwertige Lösungen die im Rahmen der Risikobewertung festgelegt sind, obligatorisch sind. Die Mindestkriterien der Ver- sicherungssummen wurden ebenso angepasst. Größere Probleme nach Schadensfällen, die bis hin zur Betriebsschließung führen können, werden somit eingedämmt. Der Abfallkatalog (Dok. 2.05) ist nicht mehr verpflichtend abzugeben, wenn es eine innerbetrieblich gleichwertige Lösung gibt, in der die genehmigten Abfallschlüsselnummern vollständig aufgelistet sind. Eine Übersicht aller geänderten Dokumente finden Sie auf der V.EFBHomepage unter www.vefb.at . Das Detailzertifikat selbst wurde auf der Rückseite mit einer Übersicht der Anforderungen der jährlichen EFBZertifizierung erweitert. Damit sollen die Alleinstellungsmerkmale bei Kunden und Behörden besser dargestellt werden. Eine weitere Reformmaßnahme ist, dass alle Entsorgungsfachbetriebe, Berater und Gutachter mind. alle 2 Jahre an einer Schulung teilnehmen müssen. Ziel solcher Schulungen ist es Neuerungen im Regelwerk und der aktuellenGesetzgebung weiterzugeben. So kann gewährleistet werden, dass auch immer die neu- estenUnterlagen angewendet werden- dies ist vor allemzur Gewährleistung der Rechtssicherheit wichtig. Entfall der Verpflichtung zur Eigenüberwachung gem. §82b GewO. für EFB+ Betriebe Im Paket der „Versicherungsvermittlungsnovelle 2018“, BGBl. I Nr. 112/2018 vom 28. Dezember 2018 war auch eine Änderung der Gewerbeordnung enthalten, welche anlagenrechtliche Bedeutung hat. Die §82b Prüfung entfällt für Betriebe, welche in einem Register gemäß §15 Umweltmanagementgesetz gelistet sind. Damit sind neben EMAS Betrieben hauptsächlich EFB+ Betriebe gemeint. Die vor der Novelle genannten Standard ISO 14001 zertifizierten Betriebe sind somit herausgefallen. Für EFB+ Betriebe entfällt damit die wiederkehrende Überprüfung gemäß GewO. Begründet wird die Erleichterung damit, dass die Rechtskonformität und damit auch die Genehmigung aller Anlagen und die Einhaltung der Anforderungen (Auflagen, Verordnungen) durch das Managementsystem gewährleistet sind. Dies wird durch den Umweltgutachter bei der jährlichen Begutachtung überprüft. Der Nachweis erfolgt somit über das System und nicht über die Form der Prüfbescheinigung. Für jene Betriebe, die auch zukünftig eine eigene Überprüfung durchführen, erarbeitet der V.EFB gerade eine Vorlage der Prüfbescheinigung, sowie ein Informationsblatt dazu. Stoffflussanalyse STAN Schulungstool Durch die Regelwerksreform 2019 hat es auch bei den Anforderungen an die Mengenströme Dok. 2.10 Version 5 Änderungen gegeben. DiesemDokument ist eineMusterdarstellung einer Stoffflussanalysemit demProgrammSTANbeigefügt. Als Service für unsere EFBs gibt es ein eigenes Schulungsvideo dazu, wo genau dieser STAN von Null an, Schritt für Schritt aufgebaut wird. https://www.youtube.com/watch?v=wTYz3gNeO0M&feature=youtu.be In diesem einstündigen Video sind alle Funktionen und neuen Features genau erklärt! Auch jene, die bisher nochnichtmitSTANgearbeitethaben,sinddanninderLageselbstständigeineSTAN-Darstellungzugestalten und aufzubauen. Neu ist unter anderemauch, dass einzelne Schlüsselnummern imSystemhinterlegt sind und auswählbarsind,somitmussmannichtalleseinzelneingeben.DesWeiterenkönnenPeriodenangelegtwerden. Ändert sichbei einemStandort, imVergleichzumVorjahr nichts, sokönnendie aktuellenDaten spielend leicht ins STAN Programm eingespielt werden. Wie dies alles genau funktioniert erfahren Sie ebenfalls im Video. WICHTIG: Sie müssen über die neueste Version des STAN Programmes verfügen, um alle neuen Funktionen auch verwenden zu können. Download hier: http://www.stan2web.net/ Auf der STANHomepage finden Sie auch weitere Termine für Workshops. Beste verfügbare Technik Am 17. August 2018 wurden die BVT-Schlussfolgerungen („beste verfügbare Technologie“) für die Ab- fallbehandlung im Amtsblatt der Europäischen Union (Richtlinie 2010/75/EU) veröffentlicht. Das be- deutet, dass Betreiber einer IPPC-Behandlungsanlage überprüfenmüssenob eineAnpassung ihrer Anlage an den Stand der Technik und eine Aktualisierung der Genehmigung erforderlich ist. Die Mitteilung an die Behörde hat bis zum17. August 2019 zu erfolgen. Bei IPPCAnlagen (Integrated Pollution Prevention and Control; übersetzt: Integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung) ist die Analyse des Ist-Zustandes und Meldung bis 2019 bzw. Adaptierung der Anlage bis 2022 der besten ver- fügbaren Techniken gefordert (BVTDokumente). Ziel ist es innerhalb der EuropäischenUnion ähnliche Standards bei der Vorschreibung umweltrelevanter Auflagen anwenden zu können. Laut BVT Schlussfolgerungen sind Betreiber von IPPC Anlagen ver- pflichtet ein Umweltmanagementsystem anzuwenden. Das EFB Zertifikat ist ein anerkanntes Umwelt- managementsystem und deckt die Anforderungen der beiden allgemeinen Teil bis auf einige wenige Spezifikationen ab. Der V.EFB hat ein Gegenüberstellung erstellt, wo die BVT Anforderungen mit der Prüfliste der EFB/EFB+ Zertifizierung abgeglichen werden. Diese Vergleichstabelle können Sie ab sofort bei uns an- fordern. (siehe Abbildung 1) EFB -BVTVergleich Quelle: Amtsblattder EuropäischenUnion: L 208/38 vom17.8.2018 Durchführungsbeschluss (EU) 2018/1147 der Kommissionvom10. August2018 Allgemeine Umweltleistungen: BVT 1 EFB EFB plus Besonderes Engagement der Führungskräfte, auch auf leitender Ebene Festlegung einer Umweltstrategie seitens der Führungskräfte, die eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung der Anlage Planung und Umsetzung der erforderlichen Verfahren, Ziele und Vorgaben einschließlich finanzieller Planung und Investitionen Durchführung von Verfahren unter besonderer Berücksichtigung folgender Punkt: Struktur und Zuständigkeiten Arbeitskräf ea werbung, Schulung, Bewusstsein und Kompetenz Kommunikation Einbeziehung der Arbeitnehmer indirekt Dokumentatio effiziente Prozesssteuerung Instandhaltungsprogramme Bereitschaftsplanung und Maßnahmen für Notfallsituationen Gewährleistung der Einhaltung von Umweltschutzvorschriften Leistungskontrolle und korrekturmaßnahmen unter besonderer Berücksichtigung folgender Punkte: Überwachung und Messung (siehe auch Referenzbericht der GFS über die Überwachung der Emissionen aus IED-Anlagen in die Luft und in Gewässer (ergebnisorientiertes Monitoring) Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen Führen von Aufzeichnungen unabhängige (soweit machbar) interne und externe Prüfung, um festzustellen, ob mit dem UMS die vorgesehenen Regelungen eingehalten werden und ob es ordnungsgemäß eingeführt und Überprüfung des UMS und seiner anhaltenden Eignung, Angemessenheit und Wirksamkeit durch leitende Führungskräfte Kontinuierliche Entwicklung unweltverträglicher Technologien Berücksichtigung der Umweltauswirkungen einer späteren Stilllegung der Anlage schon bei der Konzeption einer neuen Anlage und währen der gesamten Nutzungsdauer Regelmäßige Durchführung von Benchmarkings auf Branchenebene Abfallstrommanagement (BVT 2) Eine Liste der Abwasser- und Abgasströme und ihrer Merkmale (BVT 3) Reststoffmanagementplan (Abschnitt 6.5) Risiko- und Sicherheitsmanagementplan (Abschnitt 6.5) Geruchsmanagementplan (BVT 12) RAEF § 7 (nur wenn in Bescheidauflagen gefordert / Anforderungen gem. Die BVT zur Verbesserung der allg. Umweltleistungen besteht in der Einführung und Anwendung eines UMS, das alle folgenden Merkmale aufweist: RAEF § 5 RAEF §7 RAEF § 5 jährliche Bestätigung & Unterzeichnung der Prüfliste RAEF § 7 RAEF § 3 RAEF § 3 RAEF § 7 (Bescheidauflagen / Anforderungen gem. BVT können höher sein!) indirekt RAEF § 5 RAEF §6, Dok. 2.13 oberste Leitung muss EFB Prüfliste freigeben und diese mit Unterschrift bestätigen RAEF § 7 (Bescheidauflagen / Anforderungen gem. BVT können höher sein!) RAEF §7 RAEF §7 & §3 Nr. 5 RAEF §3 Nr. 2, 3a, 4 RAEF §9 §10 §11 RAEF § 5 RAEF § 5 Abbildung 1

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