UmweltJournal Ausgabe 2019 | 03

2 UmweltJournal /Mai 2019 LEDs, Elektrofahrräder und Kochstellen WU erste klimaneutrale Universität Österreichs D ie Wirtschaftsuniversi- tät (WU) in Wien hat bereits bei der Errich- tung ihres Campus ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig gebaut. Auch im laufenden Be- triebwirdnunauf sparsamenund effizienten Ressourcenverbrauch sowie auf Senkung des Material- einsatzes geachtet. Betriebliche Arbeitsabläufe und -prozesse sollendasPrinzipderNachhaltig- keit berücksichtigen und das Ziel verfolgen, anfallende Umwelt- belastungen durch Emissionen, Abfälle undAbwasser zu reduzie- ren. Das gab die Universität zum Start des zweiten Jahressemesters bekannt. Für seine Bestrebungen erhielt der Campus WU bereits zahlreiche Auszeichnungen. Die Gebäude sind „Blue Building“ (Weiterentwicklung von „Green Building“) zertifiziert und der Betrieb ist nach EMAS und ISO14001 zertifiziert. Trotzdem lassen sich CO 2 -Emmissionen im laufenden Betrieb nicht gänz- lich vermeiden. „DieWU ist eine verantwortungsvoll handelnde Universität. Daher ist es uns auch sehr wichtig, unsere unvermeid- baren Kohlenstoffemissionen zu kompensieren. Dass uns dies zu 100 Prozent gelingt, macht uns stolz. Damit ist die WU die erste Umweltgerechtes Handeln ist in Zukunft für die WU eine Voraussetzung aller universitären Aktivitäten. Auch bei Planung, Errichtung und Betrieb des WU-Campus war eine wesentliche Prämisse das Prinzip der Nachhaltigkeit. Dieser Weg wird nun durch die Erlangung der CO2-Neutralität fortgesetzt. Die WU kompensiert dabei alle durch den laufenden Betrieb entstandenen, nicht vermeidbaren Kohlenstoffemissionen, indem sie Klimaschutzprojekte aus dem In- und Ausland unterstützt. I NNOVAT I ONEN … AR IM UJ Mit dieser App VIDEOS und BILDERGALERIEN im Heft ansehen! 1)ZAPPAR-App* auf Ihr Smartphone herunterladen (kostenlos!) 2)Mit der App ZAPPAR-Codes in diesemHeft scannen 3) Augmented Reality (AR) genießen… 4) Feedback an umweltjournal@umweltjournal.at klimaneutrale Universität Öster- reichs“, erklärt Rektorin Edel- traudHanappi-Egger. WU unterstützt drei Klimaschutzprojekte Für dieErlangungderCO 2 -Neu- tralität arbeitet die WU mit Climate Austria, einer österrei- chischen Initiative für freiwilligen Klimaschutz, zusammen. Durch Abfall, Heizung, Klimatisierung oder Stromverbrauch entstehen im laufenden Betrieb an der WU jährlich 1.100 Tonnen Kohlen- stoffemissionen. Genau diese Menge an CO 2 kompensiert die WU, indem zwei Projekte in Österreich und ein internationa- les Klimaschutzprojekt finanziell unterstützt werden. Der gemeinnützige Verein zur Förderung von Arbeit und Beschäftigung wird dabei unter- stützt, auf LEDBeleuchtung um- zusteigen. Mit dieser Maßnahme werden auf zehn Jahre hin rund 300 Tonnen CO 2 eingespart. Für den Verein Caritas4you und dessen Mitarbeiter werden Elektrofahrräder angeschafft. Damit müssen Arbeitswege zu betreuten Wohneinrichtungen nicht mehr länger mit demAuto, sondern können CO 2 -neutral zurückgelegt werden. CO 2 -Ein- sparung auch hier: rund 300 Tonnen. Das dritte Projekt fördert effiziente Kochstellen (Tonöfen) in Ruanda. Diese werden vor Ort in einem Zie- gelwerk produziert, schaffen so Arbeitsplätze und tragen durch die Verringerung des Holzver- brauchs dazu bei, die einzigartige Vegetation und Biodiversität im OstenRuandas zubewahren.Die gemeinsam mit lokalen Exper- tInnen in Ruanda entwickelten Öfen verringern die Kohlenstoff- emissionen und Rauchbelastung gegenüber herkömmlichemoffe- nem Feuer um mehr als 60 Pro- zent (500 Tonnen CO 2 -Einspa- rung) und verbessern dadurch die Lebensqualität für Familien. „Im Rahmen der Kompen- sation unserer Kohlenstoff- emissionen war für uns neben der Unterstützung von Klima- projekten im Ausland vor allem der regionale Bezug von großer Bedeutung“, hält die Rektorin fest. Der konkrete Betrag, der zur Erreichung der Klimaneutralität geleistet werdenmuss, wird jähr- lich evaluiert. Gemeinsam mit Climate Austria werden anhand der jährlichen Kohlenstoffemis- sionen der WU neue Klima- schutzprojekte ausgewählt. Die WU fördert in ihrem CO 2 -Neutralitätsprojekt unter anderem effiziente Kochstellen (Tonöfen) in Ruanda. Fotos: Climate Austria

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