UmweltJournal Ausgabe 2019 | 05

AUS DEM INHALT stoffe eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der EU-Richtlinien: „Nachhaltige Konzepte lassen sich insbesondere mit Drop-in- Biokunststoffen gleich auf zwei- facheWeise umsetzen, denn zum einen besteht ein Produkt aus Biokunststoff aus nachwachsen- den Rohstoffen und zum ande- ren kann es nach Gebrauch über bestehende Recyclingsysteme demWertstoffkreislauf zugeführt werden. Somit werden nicht nur fossile Ressourcen gespart, Verpackungen beispielsweise werden darüber hinaus zu einem kostbarenWerkstoff zur Herstel- lung von anderen Produkten.“ Für Biokunststoffe erweisen sich dabei sowohl stoffliches als auch organisches Recycling als sinnvoll. Das für herkömmli- che (erdölbasierte) Kunststoffe etablierte, ressourcensparende werkstoffliche Recycling ist auch für die biobasierten, oft als direktes Drop-in-Produkt eingesetzten Alternativen (wie Bio-PE oder Bio-PET) nutzbar. Rezyklate gelangen sooft zurück in den Wertstoffkreislauf, bis KennenSieEjvindPedersen?Er ist eineprominentePer- sönlichkeit in der Ressourcen-Industrie. Er verwandelt Müllverbrennungsasche in reine Metallfraktionen mit Primärrohstoff-Qualität und beliefert den Automobil- sektormit recyceltenRessourcen – das hat Pedersen nun zum Unternehmer des Jahres in Dänemark gemacht. Jetzt sucht er Kooperationen, die seine Idee in der Welt weiterführen. Seite 10 Die Urlaubszeit ist vorbei … sind auch Sie mit dem Flug- zeug weggeflogen und in einem anderen Land von Board ge- gangen, um Ihren wohlverdien- ten Urlaub zu genießen? Doch haben Sie sich eigentlich schon mal gefragt, was mit der Tomatensaftdose oder der Sandwichverpackung aus demFlugzeug passiert? Steigen die mit aus?Was genau hinter der Entsorgungskette für Flugzeugcatering-Müll steckt, erfahren Sie auf Seite 13 STANDPUNKT Das gibt es nur hier, auf dieserKugel! Warum sollten wir das Klima „retten“ oder „schützen“? Dem Klima ist sein Zustand doch egal! Der Erde ist das Klima ebenso egal. Sie fliegt unbeeindruckt weiterhin umdie Sonne. Weil der Eisbär sonst auf einer immer kleineren Eisscholle vor die Kamera von greenpeace treibt? Das hat bisher auch niemanden sonderlich aus der Ruhe gebracht. Weil es wär- mer wird? Dafür haben wir doch Klimaanlagen! Umfragen zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung imWesten die Politik und die Industrie gefordert sieht, etwas zu tun. Mehr als 2/3 der Bevölkerung sieht sich nicht in der Pflicht irgendetwas an ihrem Verhalten zu ändern!!! Hier ist massive Aufklärungsarbeit notwendig. Die Politik selbst besteht aus Politikern. Wenn die was an ihrem Lebensstil ändern, gut, aber das ändert im großen Rahmen noch nichts. Die Industrie produziert bekanntlich für den Markt, nicht aus Spaß an der Freud. Der „Markt“ ist die oben erwähnte Bevölkerung. Ändern sich die (Konsum-) Entscheidungen der Bevölkerung (vulgo von Dir und mir), ändert sich die Industrie. Solange wir große SUVs nachfragen, wird die In- dustrie sie bauen und liefern. Ihr über CO 2 Grenzwerte das indirekt verbieten zu wollen, geht doch am Problem exakt vorbei. Gewerbsmäßiger Betrug und die Bildung krimineller Vereinigungen sind ein anderes Thema. Wir sollten doch unsere Lebensgrundlage nicht zerstören, denn das Leben auf dieser Kugel ist so schön! Nur auf unse- rer Kugel in diesem Sonnensystem und im bekannten Uni- versum gibt es: Schokolade, Kaffee, Wein, Pfirsiche, Mangos, Bauernbrot, ..., Sonnenuntergänge unter Palmen, Sonnenauf- gänge über den Alpen, Mondscheinnächte in der Wüste, ..., kühle Seen zum Reinspringen, Berge zum Skifahren, Atolle zum Tauchen, Flüsse zum Fischen, ...! Welcher Idiot würde das denn bitte zerstören wollen?! PatrickWagenhofer pw@wagenhofer-ee.com U M W E L T T E C H N I K • E N E R G I E • A B F A L L W I R T S C H A F T Retouren an Postfach 555, 1008 Wien | Österreichische Post AG | SCIAM Fachmedien GmbH & Co KG, Geblergasse 95, 1170 Wien | Zulassungsnummer: MZ 02Z030100 M P. B . B . V E R L AG S PO STAMT A - 1 1 7 0 W I E N SE I T 1994 | SEPTEMBER 2019 – AUSGABE 5 | E INZELPRE I S : EURO 4 , 50 , - Th e ma d i e s e r Au s g a b e : I m Kr e i s l au f MarionMitsch Das Elektrogerät von heute ist der Rohstoff von morgen – doch keine Kreislaufwirtschaft ohne Konsumenten. Seite 5 Jan Kaumanns Die neue Digitalmarke RIO bietet eine offene, cloud-basierte Lösung für das Transport- und Logistik-Ökosystem an. Seite 6 Rudolf Kanzian Der abschließende Entwurf des European IPPC Bureau zu den BVT-Schlussfolgerungen für die Abfallverbrennung. Seite 10 Am Weg zur Bioökonomie … Mit Biokunststoffen Kreisläufe schließen daraus hergestellte Produkte aus unterschiedlichen Gründen letztendlich einer energetischen Verwertung zugeführt werden müssen. So lässt sich aus bio- basierten Kunststoffen erneuer- bare Energie gewinnen, die kein zusätzliches CO 2 produziert – ein geschlossener Kreislauf. E in zentraler Punkt des im Dezember 2015 veröf- fentlichten EU-Aktions- plans „European Commission Circular Economy Package“ ist der Wechsel vom linearen Wirtschaftsmodell zur Kreislauf- wirtschaft. Darauf aufbauend, erarbeitete die Kommission Anfang 2018 eine europäische Strategie für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft „EUStrategy for Plastics in the Circular Eco- nomy“. Nach diesen Plänen sol- len ab 2030 alle Kunststoffver- packungen auf dem EU-Markt recyclingfähig sein und der Ver- brauch von Einwegkunststoffen reduziert werden. Für Patrick Zimmermann, Leiter Vertrieb & Marketing von FKuR, spielen Biokunst- Fotos: FKuR Info & Anmeldung tuv-akademie.at/umwelt | akademie@tuv.at | +43 5 0454-8000 zerti zierte/r Umweltmanager/in TÜV ® zerti zierte/r Energiemanager/in TÜV ® Werden Sie: Inserat_Umweltjournal_85x42_TÜVAkademie_Umweltmanager_15062019.indd 1 13.06.2019 12:00:22 Zwei erprobte Wege zu reduzierter Umweltbelastung: Während sich die biobasierten Kunststoffe, oft in Form von Drop-in-Produkten für ihre erdölbasierten Pendants, für die stoffliche Wiederverwertung eignen, sind die biologisch abbaubaren Kunststoffe für das organische Recycling ausgelegt. Biobasierte sowie biologisch abbaubare Kunststoffe nehmen im Rahmen der aktuell forcierten Diskussion um die ökologische Sinnhaftigkeit und die Folgen des Einsatzes von Kunststoffen eine noch wenig bekannte Sonderstellung ein. Die FKuR Gruppe, einer der führenden Produzenten von Biokunststoff-Compounds für flexible Verpackungs- lösungen und technische Anwendungen, bescheinigt beiden Produktgruppen, dass sie ein hohes Potenzial bieten, um die Forderungen aktueller EU-Direktiven zu erfüllen. Fotos: FKuR

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